Im Februar hatten wir von Shangayo Lolpurana, 38 Jahre, berichtet und ihrem Wunsch in die Schule zu gehen. Sie und ihre Tochter Veronica werden von unserem Verein finanziell dabei unterstützt, der Ehemann und Vater hat zum Glück zugestimmt!
Seit ein paar Tagen sind Shangayo und Veronica nun Kenia-berühmt, denn in 3 Kurznachrichten wurde von ihnen im Fernsehen berichtet.
Hier die 2 Filme die auf englisch sind -zumindest hauptsächlich.
Man bekommt auch einen recht guten Eindruck in die Lebenswelt und Umwelt der Menschen in diesen Teil Kenias.
Auch unser Freund und Kontaktmann in der Region, teacher Alex, ist zu sehen und wir hoffen dass diese beiden mutigen Frauen viele andere motivieren und anstecken!
Hier mit einem Klick zum Film:
34 year old mother’s quest for education sees her enroll into primary school
Shangayo Lolpurana, 38 Jahre, verheiratet, geht seit letzter Woche das erste mal in ihrem Leben in eine Schule. Drei ihrer vier Kinder sind in der Dorfgrundschule Lengwenyi (im Samburu Hinterland von Isiolo) wo unser guter Freund “teacher Alex” als Grundschullehrer arbeitet, sie nun mitten drin.
Seit nun über 3 Jahren versucht er die Samburu Bevölkerung der Region zu überzeugen, dass sie ihren Kindern, und vor allem auch ihren Mädchen erlauben, in die Schule zu gehen und sie nicht bereits als Kinder wegverheiraten. Schritt für Schritt kommt er vorwärts. Am Ende diesen Textes ein paar Bilder vom Januar, auf dem zu sehen ist, wie motivierte Eltern in gemeinsamen Aktionen aus Erde und Sand Bausteine für ein Schulgebäude erabeiten.
Und seit letzter Woche eben der große Erfolg: Eine der Frauen konnte ihren Mann und all ihre weiteren Familienmitglieder überzeugen und nimmt selbst am Unterricht teil. (Sie träumt davon noch Ärztin zu werden.)
Die Weiterbildung -nein, eigentlich die BILDUNG an sich für Erwachsene/ vor allem für Frauen ist DER Ansatzpunkt etwas an unmenschlichen Strukturen zu verändern. z.B. müssen die Mütter der jungen Samburu-Mädchen erstmal “wissen”, sprich darüber informiert werden, dass es NICHT rechtens ist und auch in Kenia VERBOTEN, Mädchen als Kinder zu verheiraten oder sie genital zu beschneiden.
Dieses wichtige Thema ist nur eines von vielen, das über das Projekt DARE vermittelt wird.
Wir leiten Spenden an DARE direkt weiter, bis auf die Wechselkursschwanken die ein wenig Geld kosten, geht kein Geld für Verwaltung oder sonstige Dinge verloren.
Hier ein Bild von Dorfhebammen die eine Schulung zum Thema Geburtskomplikationen erhalten haben und was sie TUN können um zu verhindern dass Mutter und Kind in Lebensgefahr kommen.
DARE arbeitet mit Samburufamilien,
auf dem Bild hier ist eine Gruppe von Borana-Frauen – ein anderer Stamm, aber die gleichen Themen!

Voller Freude bekamen wir heute einen neuen und aktuellen Lagebericht aus Isiolo, genauer gesagt von der Schule in der Olng’arua Primary School. Emma, unsere Freundin und Kontaktperson für uns in Isiolo, hat ausführlich verschiedene Aspekte des kleinen Bildungszentrums beschrieben. (Ich weiß, der Text ist lang und zudem in englisch, aber vielleicht mag der die eine oder der andere sein englisch wieder auffrischen….)
Ich kopiere h
ier den Text von ihr, doch erst noch ein aktuelles Bild wie eine der Dorfbewohnerin Wasser zur Schule trägt. (weiterlesen…)
Es gibt wenig Schlimmeres für uns mit unserer westlich geprägten kulturellen Einstellung, als die Vorstellung dass immer noch viele viele junge Mädchen genital beschnitten werden.
In Kenia gibt es immer noch Volksgruppen die diesen Brauch pflegen – es stellt den rituellen Übergang vom Mädchen zur Frau dar. Die Samburus und Massai gehören dazu.
Unser Projektpartner, DARE in Isiolo, arbeitet eng mit mehreren Samburu Gemeinschaften zu genau diesem Thema. Kitonga, ein Mitarbeiter und selber Massai, wird nicht müde seit Jahren seinen Stammeskollegen auf dieses Thema anzusprechen und nach alternativen Ritualen zu suchen.
Es gibt erste Erfolge mit Dorfgruppen!
Hier auf dem Bild ist Kitonga zu sehen.
Auf dem hier folgenden Link ein Beispiel aus Kenia. (Zwar nicht von unserem Projektpartner, aber eine ähnliche Vorgehensweise) http://www.indiegogo.com/projects/becoming-maasai-women-without-fgm?utm_campaign=twitterlinkedin&utm_medium=hootsuite&utm_source=ftr
Tumaini Isiolo e.V. unterstützt mit 1000 Euro die aktuellen Projekt von DARE. Das Geld kam aus zweckungebundenen Spenden in 2012.